Null-Ohm-Kern
Die Null-Ohm-Spule ist die konsequenteste Feron-Kernform. Sie verwendet E- und I-Kern gemeinsam – damit liegt das meiste Feron im magnetischen Kreis. Zusätzlich besitzt sie einen definierten Luftspalt, der auch bei kleinen Bauformen verhindert, dass der Kern in die Sättigung geht und so eine hohe Belastbarkeit garantiert. Diese Kombination ist der Schlüssel: maximale Kernwirkung bei ausreichenden Pegel-Reserven. Die größeren Bauformen sind nicht nur party- sondern auch PA-tauglich.
Durch das Maximum an Feron im magnetischen Kreis erreicht die Null-Ohm-Spule sonst kaum zu realisierende extrem niedrige ohmsche Widerstände (RDC) bei vergleichbarer Induktivität. Das ist genau ihr Zweck: Dort, wo der Serienwiderstand der Spule der dominante begrenzende Faktor wäre, setzt die Null-Ohm-Bauform den Widerstand auf ein Minimum. In Anwendungen mit hohen Strömen ist das ein massiver Gewinn an Wirkungsgrad und Kontrolle – und es verändert das Verhalten des Lautsprechersystems unmittelbar, weil die elektrische Dämpfung des Verstärkers maximal wirkt.
Wie die E-Kernspule wird auch die Null-Ohm-Spule typischerweise im Gehäuse befestigt und nicht auf der Platine montiert. Größe, Gewicht und die Bedeutung der mechanischen Fixierung sprechen klar dafür. Außerdem lässt sich so die Feldführung und die Anordnung zu anderen Bauteilen in der Weiche konsequent gestalten.
Einsatzbereich
Null-Ohm ist die Bauform für kompromisslose Anwendungen, in denen der RDC so niedrig wie möglich sein muss – und zwar bei gleichzeitig hoher Induktivität. Maximaler magnetischer Kreis, minimaler Widerstand.
Akustische Eigenschaften
- Maximale Basskontrolle und Dynamik durch extrem niedrigen Serienwiderstand
- Große Souveränität bei hohen Strömen
- Überzeugt in anspruchsvollen Tieftonzweigen
