Line-Array
Line-Arrays
Für Line-Arrays bieten wir eine breite Familie von proAMT-Treibern an – von den klassischen Längen 6, 8, 10, 11,5 und 12 Zoll bis hin zu einer 4-Zoll-Variante, die sich kaskadieren lässt und so zu beliebig langen Strahlern zusammengefügt werden kann. Damit lassen sich unterschiedliche Baugrößen und Anwendungsprofile abdecken – von kompakten Installationen bis zu großen Arrays mit hoher Reichweite.
Kammer-Volumen
Grundsätzlich stehen in jeder Treiberlänge drei Bauformen zur Verfügung, die sich vor allem im Volumen der rückwärtigen Bedämpfungskammer unterscheiden. Dieses Volumen bestimmt das Verhältnis zwischen nutzbarem Frequenzbereich, Übergangsfrequenz und Reserven:
Je kleiner das rückwärtige Volumen, desto eingeschränkter ist der Frequenzbereich nach unten – gleichzeitig steigt der maximal mögliche Schalldruck im Arbeitsbereich.
Je größer das Volumen, desto tiefer lässt sich der Treiber anbinden und desto tiefer kann die Übergangsfrequenz gewählt werden – allerdings sinken die Reserven im unteren Übertragungsbereich entsprechend.
In der Praxis gilt daher: Je tiefer die gewünschte Übergangsfrequenz, desto eher wird die Variante mit größerem Kammer-Volumen bevorzugt – in Abhängigkeit von den eingesetzten Mittelton-Chassis. Umgekehrt zeigen die sehr flachen Varianten im unteren Übertragungsbereich eine deutliche Überhöhung im Frequenzgang. Wird diese Überhöhung digital korrigiert, können gerade in diesem Bereich zusätzliche Reserven nutzbar gemacht werden.
Zur schnellen Orientierung nutzen wir folgende Kennzeichnung der rückwärtigen Gehäuseformen:
- R = größte Kammer (größtes Volumen)
- 2F = mittlere Kammer
- 1F = sehr flache Bauform, rückwärtig geschlossen, ohne zusätzliche Kammer
Magnetvolumen
Zusätzlich gibt es zu jeder Variante grundsätzlich zwei Magnetsysteme, die sich vor allem im Magnetvolumen und damit in der Empfindlichkeit unterscheiden. Hier lohnt es sich, das Verhalten nicht nur aus Datenblättern abzuleiten, sondern praxisnah zu bewerten – denn Erfahrungen mit Druckkammertreibern lassen sich nicht 1:1 auf AMT übertragen.
Auf den ersten Blick wirken AMT-Treiber weniger empfindlich als klassische Druckkammertreiber. In der Praxis wird das jedoch durch die bessere akustische Kopplung der Zylinderwelle mehr als ausgeglichen. Das führt dazu, dass der Energiebedarf für vergleichbare Ergebnisse beim AMT häufig deutlich niedriger liegt als erwartet – obwohl die reine Empfindlichkeit anderes vermuten lässt.
Für die meisten Varianten stehen Messschriebe zur Verfügung, die durch Four Audio in Herzogenrath erstellt wurden. Gerne unterstützen wir die Auslegung durch Beratung und – wo sinnvoll – durch Bemusterung, damit die passende Variante für Übergangsfrequenz, Abdeckung und Reserven schnell gefunden wird.